Viel gibt es (leider) nicht zu erzählen zu meinem Bundesliga-Auftakt in Bad Säckingen, denn wie auf dem Foto nur unschwer zu erkennen ist, war das Rennen für mich schon vorzeitig beendet.
Zunächst war ich noch zuversichtlich, denn die Form der letzten Wochen war recht ordentlich und das Schlamm-Training am Vortag nicht nur gut für die Haut, sondern auch für den Kopf. Die optimal präparierte Hoch-runter-links-rechts-Runde, die mir eigentlich gar nicht liegt, machte trotz Schneeschmelze richtig Spaß und war komplett fahrbar. Respekt!
Tags darauf völlig ungewohnte Verhältnisse: Kein Schnee, wenig Schlamm und leichte Plusgrade – Total verwirrt fuhr ich an den Start.
Um 14:15 fiel der Startschuss und ich versuchte aus den 40er Positionen mein Glück, im extrem starken Feld nach vorn zu kommen. Leider ohne Erfolg, was sich sofort im ersten Trail rechte. Es bildete sich ein Mega-Stau á la Weltcup, was bei einem „kleinen“ 80 Mann-Bundesliga-Feld einfach nicht passieren darf. Leider nutzten einige unsportliche Konkurrenten die Situation zum kreieren einer Stau-Umgehung, was mich wirklich enttäuschte. Leute, bleibt fair! Es gibt schon genug Betrüger in unserem Sport!
Als Fahren endlich wieder möglich war, hatte sich das Feld bereits stark in die Länge gezogen. Ich hatte zwar gute Beine, aber einmal mehr Atemprobleme und irgendwie fehlte mir die Konzentration. Zu Beginn der zweiten Runde traf ich mit dem Vorderrad einen Baumstumpf, nachdem ich in der Abfahrt einem langsamen Konkurrenten ausweichen musste, und performte meinen ersten Frontflip 2013. Das Ergebnis passend zum Ostermontag: Eine fiese Eierquetschung, sowie ein eierndes Vorderrad. Schon eines von beidem hätte gereicht, um das Rennen nicht fortsetzen zu können.
Nach 5 Minuten Übelkeit und Schmerzen direkt aus der Hölle ging es langsam wieder, doch mittlerweile war das komplette Fahrerfeld an mir vorbei gezogen und der Fußmarsch zur Techzone erübrigte sich.
Bleibt nur der Blick nach vorn zum nächsten Bundesliga-Rennen in Münsingen und zuvor dem C1-Rennen in Alanya/ Türkei. Zwei meiner Lieblingsstrecken und kein Ostermontag – Ich bin vorsichtig optimistisch 😉