​Das Rennwochenende in Hausach forderte den Fahrern alles ab: Eine technisch verschärfte Strecke, widrige Wetterbedingungen und ein schwerer Zwischenfall am Samstag sorgten für eine emotionale Achterbahnfahrt.
​​Der Slalom am Samstag präsentierte sich deutlich verlängert und anspruchsvoller als im Vorjahr. Nach einem vorsichtigen ersten Lauf am Nachmittag wurde der zweite Durchgang für Luis Hiekmann (U 17) zur mentalen Belastungsprobe, da unmittelbar vor ihm ein Fahrer schwer stürzte und regungslos im Wald liegen blieb. Luis gelang es im steilsten Streckenabschnitt zu stoppen, musste die Erstversorgung miterleben und wurde anschließend zurück zum Start geschickt.
​Nach einer einstündigen Unterbrechung musste er als Erster erneut auf die Strecke. Trotz des flauen Gefühls an der Unfallstelle bewies er enorme Nervenstärke und verbesserte seine Zeit um starke 3 Sekunden. Im Ergebnis bedeutete das Rang 54. Angesichts der Umstände eine beachtliche Leistung. Ein großer Dank geht an alle Unterstützer, die ihm halfen, den Fokus wiederzufinden.
​Der Sonntag startete extrem früh und bei widrigem Wetter. Dauerregen verwandelte die ohnehin anspruchsvolle, frisch umgebaute Strecke in eine Rutschpartie. ​Philipp Hinz startete um 8:45 Uhr in das Rennen der U19. Nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung an den schlammigen Untergrund fand er gut in seinen Rhythmus. Mit aggressiver Körpersprache und konstantem Druck auf dem Pedal arbeitete er sich nach vorne und erzielte einen hervorragenden 6. Platz. Die Freude über die eigene Performance war ihm deutlich anzusehen.

Philipp fährt in der U19 ein sehr starkes Rennen


​Für Luis verlief der Start am Mittag leider nicht nach Plan. Bereits nach 200 Metern wurde er in einen Massensturz verwickelt und fiel von Position 54 auf 63 zurück. Auf dem schmalen Kurs war das Überholen extrem schwierig. Während der Aufholjagd fand er erst in der vierten und letzten Runde richtig in den Tritt. Mit seiner persönlich besten Runde machte er noch einmal fünf Plätze gut. Er überquerte die Ziellinie auf seinem Startplatz 54. Auch wenn er selbst enttäuscht war, da er sich mehr vorgenommen hatte, war der Kampfgeist in der Schlussphase ein wichtiges Signal.
​Fazit: ​Hausach hat mal wieder gezeigt, dass Mountainbike-Sport nicht nur in den Beinen, sondern vor allem im Kopf entschieden wird. Während Philipp seine Form mit einem Top-Ergebnis krönte, bewies Luis nach den dramatischen Ereignissen vom Samstag vor allem charakterliche Stärke.

Luis auf der Strecke

​Wir wünschen dem gestürzten Fahrer vom Samstag alles Gute und eine schnelle Genesung!