Hier Hagen Wernickes Rennbericht :
Am zweiten Septemberwochenende ging es zusammenmit Vereinskamerad Martin Knape und Trainingspartner Maik Pustal zur deutschen Meisterschaft MTB Marathon nach Furtwangen.
Die Anreise am Freitag garantierte eine optimale Vorbereitung mit Besichtigung des ersten Streckenteils am Samstag.
Sonntagmorgen gegen 6:30 Uhr rollten wir dann in der Morgendämmung zur Startaufstellung.
Nachdem alle Starter aufgerufen wurden und ich mich ziemlich am Ende des Elitefeldes wiederfand ertönte um 7:00Uhr der Startschuss.
Das geschlossene Feld rollte nun die ersten Kilometer im flachen Gelände in Richtung des ersten Anstiegs. Dort fuhr das Feld anfangs immer noch geschlossen, bis mit Wechsel des Untergrunds auf Schotter auch das Tempo anzog. Ich versuchte sofort einige Positionen zu gewinnen und eine gute Gruppe zu erwischen. Dies sollte sich im Rennverlauf noch als Vorteil herausstellen.
Ich fand mich in einer Gruppe um Norman Carl wieder, Martin hielt ebenfalls den Anschluss. Als wir im leichten Regen die erste Verpflegung erreichten, nahm ich zwei neue Flaschen auf, welche wir vor dem Start dort deponierten. Durch den kurzen Stopp musste ich eine kleine Lücke schließen, und konnte mich danach in der Gruppe festsetzen. Nachdem die erste 30Km Schleife geschafft war, gelang es der nun schon dezimierten Gruppe die Lücke zu einer weiteren schnellen Gruppe um Günter Reitz zu schließen. In dieser war das Tempo jedoch so hoch das ich anfangs immer wieder Probleme hatte dieser zu folgen. Der weitere Rennverlauf glich einem Ausscheidungsfahren, und für mich lief es immer besser. Ich hatte mich festgebissen. Ich fühlte mich super und gab alles um die Position zu halten. Nach und nach holten wir immer wieder enteilte Fahrer ein, welche entweder Defekte hatten oder einfach zu Beginn überzogen hatten. Nach einer kurzen Schiebepassage verlor ich kurz den Anschluss, konnte den Kontakt aber im längsten Anstieg wieder herstellen. Am Ende des Berges waren meine Trinkflaschen leer, nun musste ich versuchen an allen Feedzones so viel zu trinken wie ich greifen konnte, um auf den letzten 30km nicht zu dehydrieren. Ich versuchte nun das Tempo in der auf 3-5 Fahrer geschrumpften Gruppe weiterhin hoch zu halten. Die Mühe sollte sich lohnen, denn an den letzten Anstiegen kassierten wir noch einige Fahrer ein. Auf den letzten Kilometern ging es dann wieder flach in Richtung Ziel. Zwei Mitstreiter waren geblieben, darunter einer des Elitefeldes. Und so lief es zum Schluss auch noch auf einen Zielsprint hinaus. Ich fuhr den Sprint von vorn und entschied den Kampf um Position 25 für mich!
Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, da ich einige etablierte Fahrer hinter mir lassen konnte. Und mich nach zuletzt weniger zufriedenstellenden Ergebnissen noch einmal in Topform bringen und mein momentanes Leistungsvermögen abrufen konnte.