Das erste planmäßige Traingslager der U15 Nachwuchs-Perspektivkader MTB vom LV Sachsen-Anhalt fand am 27./28.02.16 in Thüringen statt.
Drei Fahren von White Rock Weißenfels und ein Fahrer der Radunion Halle trafen sich am Samstag um 09.00 Uhr bei kühlen -2°C in Uthleben.
Der vorbereitete Trialparcour aus Paletten und Betonborde im Garten der Familie Wiegleb war leider mit dickem Reif überzogen und damit spiegelglatt. Es folgt eine kleine Planänderung – gemütliches „Ankommen“ mit heißem Kaffee und Tee.
Ab 10 Uhr sollte es bei tollem Sonneschein – aber immer noch ohne Plusgrade – dann trotzdem in die erste Fahrtechnikeinheit gehen. Auf dem Programm stand verschiedene Hindernisse mit dem Rad zu befahren – Geschicklichkeit, Radbeherschung und auch ein bisschen Mut gehörte dazu. Neben verschiedenen Treppen, Betonplatten und Rampen sollte auch ein etwa 80 cm hoher Baumstumpf einer sehr dicken Pappel befahren und darauf mit dem Fahrrad springend eine Kehrtwende gemacht werden. Kein leichtes Unterfangen – jeder schaffte die Auffahrt – mit der Wende muss der eine oder andere aber noch etwas üben. Diese ca. 15 km lange Technikrunde in der Goldenen Aue dauerte etwa bis 12.30 Uhr an.
Danach gab es bei Wieglebs in Vorbereitung auf die Tour zur Osterklippe am Staussee Kelbra und weiter zum Kyffhäuser ein kohlenhydratreiches Mittagessen.
Gegen 13.30 Uhr startete dann die Tour auf der Straße bei kaltem Gegenwind in Richtung Auleben. Dort angekommen, ging es endlich ins Gelände. Die Freude währte nicht sehr lang … der erste Feldweg mit einem anschließenden Anstieg hatte es in sich. Besonders klebriger Lehmboden machte das Fahren unmöglich … also mussten die Rader auch ein Stück getragen und dann „entkeimt“ werden – gedreht hat sich kein Rad mehr! Danach wurde es aber erheblich besser und das Mountainbikerherz konnte höher schlagen. Es folgte ein kurze Rast auf der Osterklippe mit einem herrlichen Blick über den Stausee auf den Ostharz. Von dort aus ging es in einem Downhill durch die Solberge zum Stausee hinunter um dann kurze Zeit später wieder auf den langen Anstiegen des Kyffhäusermarathons den Berg zu erklimmen. Vom Fernsehturm aus führte ein schöner Trail in Richtung der Rothenburg. Danach schlängelte sich der schneebedeckte Wanderweg zum Fuße des Kyffhäuserdenkmals.
Eigentlich sollte noch die Abfahrt nach Tilleda und dann der Wiederaufstieg über das Lange Tal unter die Räder genommen werden – die vorangeschrittene Zeit und die kühlen Temperaturen um 2°C ließ uns aber umkehren. Es folgte eine rasante Abfahrt zum Huflar und von dort aus ging es über einen viel zu kurzen aber wunderschönen Trail hinab zum Stausee. Nun führte der Weg über die Ornithologenstation an der Numburg nach Auleben und die letzen 7 km über die Straße nach Uthleben zurück. Zum Schluss standen knapp 52 km und ca. 750Hm auf dem Tacho.
Es gab Abendbrot und anschließend wurden die Bikes gereinigt. Im Anschluss konnte jeder im Nordhäuser Hallenbad ein paar Bahnen schwimmen, sich entspannen und richtig durchwärmen.
Am anderen Morgen war es leider mit -6°C auch wieder recht frisch fürs Radfahren.
Nach dem etwas herausgezogenen Frühstück schloss sich dann um 10 Uhr bei kühlen 0°C das Fahrtechniktraining im Wald an. Jeder fuhr mehre Male einen vorbereiteten Slalomparcour mit natürlichen Schanzen, Rampen und Gräben. Uphill ging es dann über den einen oder anderen Baumstamm – auch dies will beherrscht werden und spart im Wettbewerb eine Menge Zeit. Danach konnte die jungen Biker sich in der nah gelegenen „Sandgrube“ an technisch anspruchsvollen Kanten up- und downhill versuchen. Die Angst vor dem „Überdenlenkergehen“ wich zunehmend und jeder hatte eine Menge Spaß.
Der Weg zur Mittagspause führte über einen anspruchvollen Trail durch den Uthleber Sandstein-Steinbruch ins Dorf zurück.
Nach der Mittagspause stand noch einmal eine ein kurze Einheit auf dem Pallettenparcour und eine kleine Tour auf Gregors MTB-Trainingsrunde über 15 km mit ca. 300Hm an. Gegen 15.00 Uhr war dann das erste gemeinsame Traingslager der U15 – Fahrer mit Theodor Heider (Radunion Halle), Freddy Schäfer, Johan Bundschuh und Gregor Wiegleb (alle White Rock) Geschichte. Trotz der einen oder anderen Strapaze ist Lust auf mehr entstanden und wird sicherlich auch noch dieses Jahr vollbracht.
Ein großer Dank geht auch an Peter Bundschuh, der sich die gesamte Zeit mit Rat und Tat einbrachte.
Lars Wiegleb
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Winfried Kreis




