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Johan Bundschuh im internationalen Einsatz

Rennbericht von Johan Bundschuh

Am letzten Wochenende fanden für mich die zwei wohl wichtigsten Rennen der bisherigen Saison statt. Die Junior World Series in Brünn und ein C3 Rennen in Polen bei Waldenburg. Da ich ja zuvor schon zwei Rennen an einem Wochende hatte, habe ich mir deswegen auch nicht so viele Sorgen gemacht. Dass diese zwei hochklassigen Rennen infolge es jedoch in sich haben würden wusste ich da noch nicht.

Johan in Brünn

Nachdem wir die ehemalige EM Strecke in Brünn penibel unter die Lupe genommen haben, und jede Linie auf den Abfahrten getestet haben, ging es am Samstag an den Start für das erste Rennen. Nachdem ich an ungefähr 40. Stelle an den Start gerufen wurde war ich bereit. Eine Taktik gab es diesmal nicht. Einfach nur Vollgas und versuchen bei den schnellen Jungs vorne mitzuhalten. Nach der ersten Runde scheint die Herangehensweise aufzugehen, ich kam ungefähr auf 18. Stelle raus, wo ich mich dann noch für zwei weitere Runden halten konnte. Die drei letzten Runden sahen jedoch anders aus, da ich komplett eingebrochen bin, und auf meine Gruppe fünf Minuten Verlor. Gereicht hat das Ganze dann noch für einen zufriedenstellenden 35. Platz, nachdem ich mich die letzten Runden nur noch mit Mühe im Sattel halten konnte.

Als wir ins Ziel kamen, haben wir nicht lange rumgeträumt und sind direkt nach Polen zu Rennen Nummer zwei, nur mit einem kleinem McDonalds Zwischenstopp.

Die Lage in Polen: 13 Grad, Regen und viele Wurzeln. Da das Streckentraining für den Nächsten Tag wichtig war, mussten wir entkräftet und unter Konzentrationsmangel die angsteinflößenden rutschigen Abfahrten irgendwie noch in unsere Köpfe einprägen. An ein so erfolgreiches Rennen am nächsten Tag habe ich da nicht mehr gedacht, eigentlich wollten alle nur nach Hause. Dennoch am Nächsten Tag mit widrigeren Bedingungen von Runde zu Runde, konnte ich nach einem weiteren kräftezehrenden Rennen mir den dritten Platz, vor einem Italiener und hinter zwei Tschechen im Sprintfinale erkämpfen. So konnte ich mir weitere 16 Weltranglisten-Punkte sichern. Im Ziel konnten wir dann selbst als Konkurrenten, nur zusammen drüber lachen, dass wir das Ganze ohne weiteres überstanden haben.

Für die meisten Starter, wahrscheinlich eins der Saisonhighlights und für mich mein bis jetzt härtestes Wettkampfwochenende.