Direkt nach der Ankunft stand eine lockere Ausfahrt auf dem Programm, um die Beine nach der langen Fahrt zu aktivieren und ein erstes Gefühl für die Umgebung zu bekommen. Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft, die sich als ideale Basis für das Wochenende erwies – ruhig gelegen, sportlerfreundlich und perfekt, um zwischen den Einheiten und Rennen etwas zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken.
Der Samstag hatte es dann in sich: Beim Streckentraining wurde schnell klar, dass die Strecke in Haiming alles abverlangen würde. Technisch anspruchsvoll, kräftezehrend und gespickt mit schwierigen Passagen verlangte sie volle Konzentration. Zuvor konnten wir bereits die Rennen der Elite sowie der U23-Klassen beobachten – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Die hohe Geschwindigkeit und Intensität sorgten für Gänsehaut, vor allem als wir auch einen Sturz hautnah miterlebten. Das steigerte den Respekt vor der Strecke und ließ die Anspannung für den Renntag weiter wachsen.
Für zusätzliche Nervenanspannung sorgte Luis, der im Training gleich drei Platten hinnehmen musste. Das bedeutete nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern nagte auch etwas an der mentalen Vorbereitung für das Rennen.

Luis im Rennen der U17
Am Sonntag stand schließlich der große Renntag an. Den Auftakt machte Luis in der Altersklasse U17 mit einem großen Starterfeld von 96 Fahrern. Der Start war direkt sehr anspruchsvoll – zwei enge Kurven unmittelbar nach dem Start sorgten für hohe Sturzgefahr und entsprechend große Nervosität im Feld. Luis meisterte diese Phase jedoch souverän und kam gut ins Rennen.

Stark- Philipp in Österreich- Platz 3
Nach einem langen, intensiven und emotionalen Wochenende traten wir die Heimreise an. Das Wochenende in Haiming hat erneut gezeigt, wie eng Erfolg und Rückschläge im Radsport beieinanderliegen. Genau diese Erfahrungen sind es jedoch, die Athleten prägen, stärker machen und langfristig voranbringen. Die Formkurve geht in die richtige Richtung und die Eindrücke und Emotionen sind das was bleibt.