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Spannende Storys aus Brasilien

Nachdem es einige Tage nicht geklappt hat, nun die aktuellen Brazil- Ride Infos von Christopher und Tommy:

15. Platz beim Prolog und ebenfalls auf der 2. Etappe

Der späten Anreise zum Brasil Ride geschuldet konnten wir die entscheidenden Abschnitte vom Prolog nicht abfahren. Bei einer Distanz von nur 21,8 Km nicht die beste Ausgangsposition. Hinzu kamen die schweren Beine und das mentale Stressniveau von der Anreise. Dennoch harmonierten wir bei Dauerregen wirklich gut und lieferten mit Position 15 recht solide ab.

Auf der 2. Etappe wollte der Wettergott uns ebenfalls nicht verwöhnen. Dem Regen der vergangenen Stunden und Tage geschuldet, setzten sich die Reifen in der ersten Abfahrt zwischen Kilometer 3 und 5 so sehr mit dem klebrigen Boden zu, dass sich beide Räder nicht mehr drehten. Also erst einmal händisch den Schlamm herausfingern und dann mit Druck die Räder zum Drehen bewegen. Immer wieder regnete es und überall standen Pfützen. Durch die Brille konnte man recht schnell nichts mehr sehen, also absetzen und dem aufgeworfenen Sand vom Vordermann freien Eintritt in die Augen gewähren. Keine schöne Sache, wenn man Abfahrten jenseits der 70 km/h fährt und vor lauter Blinzeln kaum noch etwas sieht. Eines der Highlights dieser Etappe, neben den unzähligen steilen Anstiegen, definitiv das Durchfahren einer Kakaoplantage. Durch ein erneut gutes Teamwork konnten wir am Ende wieder den 15. Platz einfahren. Ebenfalls ein solides Ergebnis.

16. Platz auf der veränderten 3. Etappe

Aufgrund der Niederschlagsmengen der vergangenen Tage wurde die 3. Etappe deutlich verändert. Anstatt mehrere Dschungelbereiche zu durchqueren, die neben feinsten Trails vor allem steile Anstiege zu bieten haben, wurden zwei Runden mit je 36,5 Km auf trockenen Straßen und Trails absolviert.

[Hauptgrund war neben dem Schlamm vor allem, dass kaum eine Möglichkeit bestand Verpflegungszonen in den Dschungelbereichen einzurichten und Sanitäter dort zu stationieren. Demnach eine nachvollziehbare Entscheidung vom Veranstalter.]

Die beiden Runden wurden umso härter angegangen. Über jede Welle ging es mit ordentlich Druck. In der ersten 3/4 Runde war noch alles in Ordnung und ich konnte den Druck verkraften und mitgehen, doch dann hatte ich eine ganze Runde lang kaum noch Druck in den kurzen Anstiegen. Christopher hat dann einfach Moped gespielt und ich hab mich in seinem Windschatten versteckt. Als es dann 12 Km vor Schluss an einer Verpflegungszone das lang erhoffte Red Bull gab, gingen die Beine wieder auf und ich konnte bis ins Ziel sogar nochmal Führungsarbeit leisten. Das Ziel überquerten wir schlussendlich auf Rang 16.

14. Platz auf der Königsetappe (4. Etappe)

Mit der 4. Etappe stand die Königsetappe auf dem Plan. Genauer gesagt galt es 101 Km und 2.665 Hm zu absolvieren. Hinzu kam, dass gegen 6:20 Uhr (kurz nach Sonnenaufgang) bereits 30 Grad vorherrschten. Und das war erst der Anfang auf der Quecksilbersäule. Das Sahnehäubchen stand bei Kilometer 70 an.

„The Battle“ – ein 2 Km langer mega steiler Anstieg mit 7 Serpentinen. Der Spitzname kommt daher, weil der Veranstalter alle Fahrer dazu motiviert hat, den Anstieg ohne abzusteigen zu bewältigen. Zur Überprüfung waren 8 Streckenposten abgestellt.

An diesem Tag ging es richtig gut vorwärts. Da wir nur auf Gesamtrang 15. lagen, dürften wir erneut nur aus dem 3. Block starten. Also irgendwie um die erste Kurve kommen und dann erstmal der Spitzengruppe hinterher jagen. Nach ca. 30 Minuten waren wir dort endlich angekommen und konnten zunächst ein wenig mitrollen. Am ersten richtig steilen Anstieg zog sich das Fahrerfeld so sehr in die Länge, dass die Spitzengruppe zerfiel und wir auf uns allein gestellt waren. Wir harmonierten super, wechselten uns in der Führung stets ab und konnten somit mehrere Teams distanzieren, die in der Gesamtwertung bislang vor uns lagen. Alles in allem ein sehr zufriedenstellender Tag.

13. Platz / Etappe 5

Nachdem es gestern in der Gesamtwertung bis auf Rang 13 nach vorne ging, ändert sich das nach der heutigen Etappe wahrscheinlich wieder.
Bis Kilometer 55 lief eigentlich alles nach Plan und wir waren, zwar allein zu zweit, aber gut unterwegs. Doch dann stürzten wir beide in einer Abfahrt, auf einer 30 bis 50 cm tief ausgewaschenen Steinplatte. Bei Christopher Maletz war alles gut soweit, ich hingegen hab mir bei dem Sturz irgendwas an der Schulter getan. Gebrochen wird nichts sein, da ich die verbliebenen 80 Km bis ins Ziel noch bewältigen konnte, aber die Bewegungsfreiheit ist schon eingeschränkt (bzw. unter Schmerzen möglich). Ich hoffe einfach mal, dass wir morgen gemeinsam am Start stehen können. Mein Rad wird gerade vom Shimano Mechanikerteam auf Schäden kontrolliert. Zum Glück gibt es solch einen Service!
Drückt die Daumen, dass wir die letzten beiden Tage noch absolvieren können! Das Rennen macht nämlich, trotz der Strapazen, wirklich mega Spaß!

Das Team harmoniert super

Das Team harmoniert super